"Musikinterviews

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    Musikinterviews

    • 4 Sep. 2020
      00:44:17
      Future Techno nennt sich sein Sound und mit Rammstein würde er gerne einen Song produzieren - Mausio im Gespräch mit Dominik Koislmeyer.


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    • 21 Aug. 2020
      00:54:13
      Neue Musik, saftige Melonen und seine nette Mutti - Felix Jaehn verrät Dominik Koislmeyer die Zutaten und das Geheimrezept für seine Hits.


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    • Als Beda sein Soloprojekt gestartet hat, war ihm klar, dass er aufgrund seines Dialektes überregional wahrscheinlich kaum verstanden werden wird. „Das war mir egal“, erzählt er, er brauche ja nicht die ganze Welt mit seinen Liedern erobern. Bei einem großen Konzert in Dortmund hat Beda aber gemerkt, dass zumindest seine Musik international verstanden wird.

      „Warte nicht, mache es jetzt und nicht morgen“

      Seine musikalische Basis holte sich der Mühlviertler in der Musikhauptschule Freistadt. „Hier wurde viel gesungen und wir nahmen sogar CDs auf“, berichtet Beda. Daneben lernte er Gitarre und übte auf seiner Zieharmonika, also der „Quetschn“, wie das Instrument im Dialekt genannt wird. Nach der Pflichtschule wollte der Musiker eine Lehre beginnen, entschied sich aber doch dazu die Matura zu bestehen und zwar im Linzer Stiftergymnasium. Hier lernte er seine Kollegen vom Vokalensemble LALÁ kennen. Mit ihnen hat Beda bereits viele Konzerte absolviert, bis er eines Tages den Entschluss fasste, selbst Lieder zu schreiben. „In einer Gruppe muss man Kompromisse suchen, um einen Konsens zu finden“, erklärt er. Deshalb startete er neben dem Chor-Projekt auch solo durch.

      Schubladen

      Beda verbindet Reggae mit traditioneller Volksmusik und Pop, ist also sehr vielseitig. Wenn es dennoch jemand schafft, ihn in eine musikalische Schublade zu stecken, ist das dem Musiker nur recht.

      Bereits als Kind hat Beda „Quetschn“-Unterricht bekommen. „So ganz traditionell, mit Polka und Walzer“, erzählt er. Dann sei bei ihm die „Sturm und Drang“-Zeit gekommen und er hat die Quetschn weggelegt.  „Ich konnte mich als Jugendlicher einfach nicht mehr mit diesem Instrument  identifizieren“, erklärt er.

      Beda liebt es, Texte im Dialekt zu schreiben. „Der Dialekt ist weich, dadurch besser zu singen und obendrauf gibt es noch mehr Ausdrücke“, erklärt er. Den Ausdruck „Fesche Gredl“ hat Beda von seiner Oma gehört und gleich daraus ein Lied gemacht.  „In einer halben Stunde war dann der Song, angelegt als flottes Reimspiel, fertig“, erzählt er.

      In seinen Texten spielt Beda auch mit der Zweideutigkeit von Begriffen. Beim Titel „Marie“ zum Beispiel erkennen viele nicht sofort, worum es in diesem Lied inhaltlich eigentlich geht. Die meisten denken an eine Frau, die in einem Liebeslied besungen wird. „Ja, der Song hat schon mit Liebe zu tun“, erklärt Beda, „allerdings besinge ich die Liebe zum Geld“. Für Geld würden viele Menschen auch ihre persönliche Freiheit aufgeben, ohne es zu merken, beobachtet Beda.

      “Kein Austropop”

      Zu Beginn seiner musikalischen Laufbahn kann der „Quetschen-Liedermacher“ keinen Bezug zu österreichischen Popmusikern finden. „Meine Musik ist kein Austropop“, sagte er damals. Großes Vorbild in jenen Jahren ist Hubert von Goisern. Beda macht sein eigenes Ding, er fühlt sich auch keiner Szene verbunden.

      Beda mit Palme sucht auch den Kontakt zu anderen Musikern oder Musik-Genres.
      2019 spielte er mit den Blech Brass Brothers in Ort im Innkreis beim „Woodstock der Blasmusik“ auf. Seine Lieder hat er als Bläsersatz arrangiert. Es war für den Multiinstrumentalisten das erste Mal, vor 60.000 begeisterten Fans aufzutreten. Aufgrund des großen Zuspruchs soll die Kooperation weitergehen.

      Musik als Therapie

      Auf der Bühne fühlt sich Beda mittlerweile pudelwohl, wie er sagt, doch das war nicht immer so. In seiner ersten Phase als Solo-Künstler hatte Beda einige Enttäuschungen zu verarbeiten.

      Für Beda ist Musik eine Art Therapie. Themen oder Botschaften, die er wahrscheinlich in einem Gespräch nicht so gut rüber bringen könnte, wie er meint, transportiert der Liedermacher in Form von musikalischen Botschaften. Aus der Kreativität wächst die ständige Kraft, weiterzumachen.

      Mit seiner, von der „Quetschn“ geprägten Musik, erreiche Beda ältere Generationen. Mit den kritischen Texten, spreche er ein jüngeres Publikum an. Ich bin eher der kritische Typ, schätzt sich Beda selbst ein. Er  mache sich demnach viele Gedanken, was in der Gesellschaft gut oder schlecht läuft. Mit seinen Liedern möchte er sein Publikum unterhalten, aber auch zum Nachdenken anregen. Ein Spagat, der nicht immer einfach ist. Inspirationen für Texte kommen vor allem durchs Lesen.

      „Mitleid bekommst Du geschenkt, Neid musst du Dir verdienen“

      Sein erstes Solo-Konzert spielte der Sänger 2011 in Wels. Damals präsentierte er eigene Lieder mit Gitarre, allerdings war er noch ohne Palme unterwegs. Beda bezeichnet diesen Auftritt als Niederlage, denn im Publikum befanden sich nur drei Burschen. Es waren allerdings seine besten Freunde.

      „Mitleid bekommst Du geschenkt, Neid musst du Dir verdienen“, so lautet Bedas Motto, an das er sich seit dieser Zeit hält. Als Musiker überleben zu können, ist nicht einfach. Es gebe zwar sehr viele die Schreiben, sich aus dem Proberaum aber nie heraustrauen“, erklärt Beda. Zudem sei der Markt heiß umkämpft.

      Sein Werdegang als Livekünstler ließ Beda hart werden. Das müsse er auch sein, erklärt er, denn mit seinen Liedern gibt er viel von sich preis und wird daher angreifbar. Beda schreibt ständig an neuen Songs. Nicht alle kommen sofort auf ein Album oder werden live vorgestellt. Er lässt sie reifen.

      Zu beinahe jedem Song auf dem Album „Quetschnroots“ gibt es ein Video, das auf Youtube zu finden ist. Das Lied „Schware Göd“, entstand wieder in Kombination mit den Blech Brass Brothers, die natürlich auch im Video zu sehen sind. Und Stabführer ist: natürlich, da Beda.

      Die Palme

      Es kursieren ein paar Geschichten, wie Beda zu seinem Künstlernamen kam. Gern erzählt er die einzig Richtige: Die Idee zu seinem Künstlernamen kam Beda im Wohnzimmer. Er überlegte, wie er sich die Bühne einrichten könnte, um sich wohlzufühlen. Eine Palme musste her, die dann nach und nach zum Markenzeichen wurde.

      Mit „Daunzn“ hat Beda eine Nummer auf das Album gepackt, die er in Konzerten schon live gespielt hat. Sein Publikum ist bei diesem Song immer begeistert mitgegangen. Nun wollte er daraus etwas ganz Besonderes machen und hat deshalb den Song zu einem Berliner Produzenten geschickt, der sich auf Reggae spezialisiert hat. Geworden ist daraus ein Song mit traditionellem Thema im modernen Sound. „Viele Menschen glauben, die meisten Jugendlichen tanzen nicht mehr“, sagt Beda. Weit gefehlt, sie machen es, nur halt anders.

      “Bin Mühlviertler geblieben”

      Wolfsegg am Hausruck ist Bedas Wahlheimat. Ursprünglich kommt der Musiker aus dem Mühlviertel. Ins südliche Hausruckviertel brachte ihn die Liebe … Eigentlich ist er ja auch überzeugter Mühlviertler geblieben, wie er sagt. Freistadt bezeichnet der 30jährige Musiker als Stadt seines Herzens und die Altstadt sei für ihn ein Juwel.

      Auch wenn der Musiker als Multiinstrumentalist gelten kann, sieht er sich als Sänger. Beda spielt Ziehharmonika, Gitarre, Melodica, Mundharmonika, Trompete und Klavier. Es gibt aber noch weitere Instrumente, die er gerne lernen würde. Zum Beispiel Cello oder Dudelsack.

      Beda ist es wichtig, seinen Musikstil immer wieder zu verändern. Verschiedene Variationen seiner Musik sind besonders am aktuellen Alben „Quetschnroots“ zu hören. „Marie“ und „“Daunzn“ sind eindeutig Reggae-Nummern erklärt er. „Schware Göd“ und „fesche Gredl“ sind Zeugen seiner Volksmusikalischen Wurzeln. Und „Es is gaut“, zeigt seine Freude an Pop-Musik.

      Weitere Informationen über den „Bio-Akustischen-Dialekt-Volks-Reggae“-Musiker gibt´s auf Bedas Homepage unter, www.mit-palme.at.

      (Peter Pohn) 



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    • 28.
      7 Aug. 2020
      0:18:02
      Zoe Wees und ihr Entdecker und ehemaliger Musiklehrer Nils erzählen von ihrem ersten Treffen. Außerdem verrät die Sängerin die Geschichte hinter ihrem Hit Control und wie es war, Ed Sheeran zu begegnen.


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    • 7 Aug. 2020
      00:35:55
      Wurst, Waffen oder Welthits? Bei einem der drei Themen ist Topic ein absoluter Experte. Die Storys zu seinen Erlebnisse und seiner Musik hört ihr im Talk mit Dominik Koislmeyer.


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    • Immersive Tonformate gibt es bereits seit mehreren Jahren. Doch bisher wurde die Technologie hauptsächlich für Filmproduktionen eingesetzt. Welche Möglichkeiten immersive Audioformate Musikproduzenten bieten, erklärt David Merkl, Mixing und Mastering Engineer der MSM Studio Group München – Europas erstem Dolby-Atmos-Home-zertifiziertem Tonstudio.
      Immersive Audio Hörbeispiele gibt es auf der Soundcloud-Seite von IAN Productions: https://soundcloud.com/user-305853443
      Ihr wollt mehr zu den Themen Audio-Produktion, Synthesizern und Instrumenten wissen? Dann schaut doch mal in unsere Magazine! https://ppvmedien.de/magazine-fuer-musiker


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    • 24 Juli 2020
      00:29:47
      Dominik Koislmeyer hat Gregor und Tobi von YouNotUs zu Gast und spricht über den Hit "Narcotic", das bisherige Tourleben, das neue Studio in Berlin und eine mögliche Zusammenarbeit mit den Wildecker Herzbuben.


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    • 27.
      0:21:47
      Kelvin Jones lernt gerade fleißig Deutsch zu sprechen. Was ihm dabei besonders schwer fällt, wieso er während Corona zum Komiker geworden ist und warum er so gern mit DJs zusammenarbeitet – Hört selbst!


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    • Mitte Dezember 2020 ist die 70. Formel 1-Saison zu Ende gegangen. Begonnen hat die, aufgrund von der Corona-Pandemie ungewöhnliche Saison Anfang Juli in Spielberg. Dass am Red Bull Ring überhaupt ein Rennen gestartet werden konnte, war vor allem auch Verdienst von Franz Schreiner. Der Linzer Zivilingenieur half mit seinem Gutachten, dass nach langer Zeit bei einer Motorsportveranstaltung die Ampel wieder auf Grün geschaltet werden konnte. In Zeiten von Corona habe die Formel 1 keinen Qualitätsverlust erlitten, meint Franz Schreiner, der seit vielen Jahren für den internationalen Dachverband des Automobils (FIA) arbeitet. Es hätten sich auch in der abgelaufenen Saison die besten Fahrer durchgesetzt.

      Alonso kommt zurück

      Interessant waren für Schreiner in der sogenannten Corona-Saison 2020 die Comebacks einiger klassischer Rennstrecken, wie Imola, die wieder in den Rennkalender zurückgefunden haben. Mit Zandvoord in Holland wird 2021 ein weiteres Traditionsrennen zurückkommen. Und auch in Saudi-Arabien wird gefahren. Die vielen Rennen in der Formel 1, 2021 sollen es 23 sein, lehnt Schreiner allerdings ab.

      Die Saison 2021 soll dank einiger Veränderungen am Fahrersektor wieder etwas spannender werden, so Schreiner. Der Rennstall Renault zum Beispiel fährt in der kommenden Saison unter dem Namen „Alpine“. Gemeinsam mit Rückkehrer Fernando Alonso will man wieder permanent aufs Podest. Alonso kommt also zu jenem Team zurück, mit dem er einst seine beiden Weltmeistertitel feiern konnte.

      Debüt von Mick Schumacher

      2021 wird auch der Name Schumacher wieder im Formel 1-Klassement stehen. Mick Schumacher, Sohn des 7-fachen Weltmeisters Michael Schumacher, wird für den Rennstall HAAS in der kommenden Saison an den Start gehen. Schade findet Schreiner, dass Mick Schumacher in einem vermeintlich schwächeren Auto sitzen wird. Der 21-Jährige Mick Schumacher ist amtierender Formel 2-Champion und wird schon jetzt als kommender Ferrari-Star gehandelt. Haas arbeitet eng mit Ferrari zusammen. Gemeinsam mit seinem Talent und dem Know How von Ferrari könnte Mick Schumacher allerdings seinen Rennstall HAAS nach vorne bringen. Besonders gelitten unter der schlechten Performance der roten Renner aus Maranello hat Sebastian Vettel. 2020 war für ihn die wohl schwierigste Saison seiner Karriere. Lediglich in Istanbul schaffte er es aufs Stockerl. Auch der 4fach-Champion hat für 2021 eine neue Herausforderung gefunden. Er wechselt von Ferrari zu Aston Martin.

      Aus dem Feuer befreit

      Ganz knapp am Tod vorbeigeschrammt ist in diesem Jahr der Franzose Romain Grosjean. Und zwar beim Grand Prix von Bahrain Ende November. In der ersten Runde des Rennens durchstieß sein Bolide nach einer Kollision mit dem AlphaTauri von Daniil Kwjat bei einer Geschwindigkeit von etwa 220 km/h die Leitplanke. Das Auto wurde durch den Aufprall in zwei Teile gerissen und ging in Flammen auf. Grosjean befand sich für etwa 26 Sekunden im vorderen Teil des brennenden Wracks. Er erlitt hierbei Verbrennungen an beiden Händen. Grosjean konnte sich aus eigener Kraft befreien. Grosjean musste es gleichzeitig selbst auch schaffen, den Sicherheitsgurt öffnen. Schreiner sieht es als großen Glücksfall an, dass der Unfall zu Beginn des Rennens war. Die Rettungskräfte befanden sich noch unmittelbar hinter dem Starterfeld und konnten deshalb sofort eingreifen. Absoluter Schutzengel war aber kein Mensch, sondern das HALO-System, das vorwiegend den Kopf des Fahrers schützt. Es wurde 2018 eingeführt. Ohne HALO hätte Grosjean nicht überlebt, so Schreiner.

      Insgesamt besteht die Rettungskette aus einem Bündel von Maßnahmen. Vor allem müssen die Ersthelfer, also die Streckenposten ständig  für einen Einsatz bereits sein. Sie sind bestens ausgebildet und üben regelmäßig. Aber auch Grosjeans Fitness hat dazu beigetragen, dass er überleben konnte. Mittels Sensoren in der Renn-Bekleidung des Fahrers bekam die Box sofort biometrische Daten überliefert. Dazu kommt ein Beschleunigungsmesser im Ohr, kombiniert mit einer Highspeed-Kamera. Dank Beschleunigungsmesser und Highspeed-Kamera war es laut Schreiner bis jetzt zu 99 Prozent möglich, die Hintergründe von Unfällen zu erforschen.

      WM-Start 2020 war erst im Juli 

      Die WM-Saison 2020 konnte aufgrund der Corona-Pandemie erst im Juli, also mit einigen Monaten Verspätung, gestartet werden. Auftakt war am Red Bull Ring in Spielberg. Franz Schreiner erstellte das Corona-Maßnahmen-Gutachten. Erst mit dem Gutachten war es den Organisatoren erlaubt, die Veranstaltung durchzuziehen. Anfang Juli sprachen wir bereits mit dem Linzer Gutachter. Besonders gut habe die Einteilung in sogenannte Blasen funktioniert. Lediglich in Ungarn lief nicht alles optimal. Insgesamt hätten sich die einzelnen Veranstalter aber sehr bemüht, um Ansteckungen zu verhindern. Vorwiegend war Schreiner für die Sicherheit abseits der Strecke am Red Bull Ring verantwortlich. Auch wenn keine Zuschauer zugelassen waren, gab es dennoch im Vorfeld viele Fragen, auf die Antworten gefunden werden mussten, erinnert sich der Zivilingenieur. Vorwiegend war Schreiner für die Sicherheit abseits der Strecke am Red Bull Ring verantwortlich. Diese Aufgabe sollte ja 2020 kein Problem sein, da keine Zuschauer zugelassen waren. Es gab dennoch im Vorfeld viele Fragen, auf die Antworten gefunden werden mussten, erinnert sich der Zivilingenieur.

      Als Gutachter ist Schreiner Bindeglied zwischen den regionalen Behörden, die Gesetze und Regeln vorgeben und dem Renn-Veranstalter am Red Bull Ring. Der Linzer muss kontrollieren, ob die Vorgaben auch eingehalten werden. Vorwiegend ist der 76jährige für die Sicherheit abseits der Strecke verantwortlich. Auch wenn an beiden Rennwochenenden 2020 in Spielberg keine Zuschauer zugelassen sind, waren im Vorfeld der Rennen viele Fragen zu klären, erinnert sich der Gutachter.

      Gravierende Unterschiede

      Der gravierendste Unterschied war 2020 neben den leeren Rängen, dass alle am Ring Beschäftigten eine Maske tragen und einen 2-Meter-Abstand einhalten mussten. Dies sei besonders in den Boxen schwierig gewesen, erklärt Schreiner. Die Teams waren getrennt untergebracht, damit keine Cluster-Bildungen entstehen konnte. Logistisch wurde darauf geachtet, dass sämtliche Arbeitsschritte auf kürzestem Weg zu erledigen waren und somit auch die Kontakte auf ein Minimum reduziert wurden. Die Versorgung erfolgte über ein zentrales Catering. Am 24. Juni war die Genehmigung für beide Rennwochenenden am Red Bull Ring erteilt worden. Die Formel 1 baute 2020 auf jene Erkenntnisse auf, die in Spielberg gewonnen wurden. Hier wurde zwei Monate lang intensiv daran gearbeitet, um Rennen zu ermöglichen. Die Situation habe alle Beteiligten ins Schwitzen gebracht, so Schreiner. An einem gewöhnlichen Rennwochenende in Spielberg sorgt der Ziviltechniker Schreiner vorwiegend für die Sicherheit abseits der Rennstrecke. Es gibt Regeln, Verordnungen und Richtlinien, die überprüft werden.

       Jochen Rindt – mit Enthusiasmus und Ausstrahlung zum Erfolg

      Im August 1970, also vor 50 Jahren, wurde das erste Rennen am Österreichring ausgetragen. Es war eine Zeit, in der jährlich mehrere Todesopfer unter den Fahrern zu beklagen waren, weiß Schreiner. Dennoch scheuten die Piloten das Risiko nicht. Einer der jungen Wilden von damals war der Österreicher Jochen Rindt. Aufgrund seiner Ausstrahlung wurde er zum Idol einer ganzen Generation. Die Verbreitung der Formel 1 war früher bei weitem nicht so groß wie heute, weiß Schreiner, aber es entstand dennoch eine große Begeisterung für diesen Sport.

      Im September 2020 jährte sich der tödliche Unfall von Jochen Rindt bereits zum 50. Mal. Er war der erste Österreicher in der Formel 1 und wurde posthum zum Weltmeister. Im Abschlusstraining zum Grand Prix von Italien in Monza, am 5. September 1970, brach bei seinem Lotus die vordere rechte Bremswelle und der Wagen prallte mit voller Geschwindigkeit in die Leitplanke. Rindts Tod erschütterte eine ganze Nation. Der Lotus-Pilot hatte den damals neuen 6-Punkt-Sicherheitsgurt nicht korrekt angelegt, da er befürchtete, bei einem Feuerunfall nicht rechtzeitig aus dem Auto kommen zu können. Sein Wagen brach in zwei Teile, deshalb ragten Rindts Beine ins Freie. Die Wucht des Aufpralls hat ihn gegen das Lenkrad geschleudert. Laut Aussagen von Ärzten starb der Rennfahrer an einer zerrissenen Luftröhre und einem eingedrückten Brustkorb.

      “Unfälle lösen Lerneffekt aus”

      Heute ist ein Formel 1 – Auto dank Kohlefaser-Cockpit derart stabil und die Sicherheitsmaßnahmen  für die hohen Geschwindigkeiten so berechnet, dass der Fahrer unter normalen Bedingungen selbst schwerste Unfälle übersteht. Seit 1963 überprüft der Dachverband des Automobilsports, kurz FIA, die Sicherheit der Rennstrecken, allerdings nicht in dem Ausmaß von heute, erklärt Schreiner, der seit den späten 1950er Jahren den Motorsport verfolgt. Damals gab es noch keine Sicherheitsbestimmungen.

      Laut Schreiner hätten Unfälle, wie jene von Jochen Rindt, Niki Lauda oder Ayrton Senna einen Lerneffekt ausgelöst. Bereits Ende der 1960er Jahre führte die FIA Überrollbügel und feuerfeste Rennanzüge ein. Nach dem Rindt-Unfall wurden die Cockpits ständig verstärkt und ein medizinischer Dienst an der Strecke vorgeschrieben. In den 1980er Jahren setzten dann Konstrukteure nach und nach Kohlefaser ein und auch die ersten Crashtests wurden gemacht. Datenschreiber waren dann die große Errungenschaft der 1990er Jahre. Nun gibt es auch Sensoren in Renn-Anzügen, mit denen während des Rennens der körperliche Zustand des Fahrers überwacht wird. Außerdem ist der Kopfschutz stetig verbessert worden. Als den Brasilianer Felipe Massa 2009 beim Qualifying zum GP von Ungarn eine Stahlfeder unmittelbar über dem linken Auge traf, wurde der Cockpitschutz HALO eingeführt, der verhindern soll, dass Gegenstände in das Cockpit hineinfliegen können.

      Sicherheitsmaßnahmen am Red Bull Ring

      1987 wurde der Grand Prix von Österreich aufgrund von mehreren Startkarambolagen aus dem Rennkalender gestrichen. Auf Basis der vielen Erkenntnisse, die im Laufe der Zeit gewonnen und umgesetzt wurden, ist der Red Bull Ring heute wieder eine sehr sichere Strecke. Eine große Hilfe bei der Weiterentwicklung von Sicherheitsmaßnahmen seien seit rund 30 Jahren Computersimulationen, so Schreiner. Die Simulationen geben vorwiegend Auskunft darüber, wie lange das Fahrzeug benötigt, bis es zum Stillstand kommt. Außerdem wird gemessen, wie groß die Aufprallgeschwindigkeit an den Schutzvorrichtungen, also den Barrieren ist. Heute dürfen die Piloten in den Boxen nur mehr 60 Km/h fahren. Schutz für Zuschauer bieten die FIA-Zäune, die nach oben hin mit einer Abschrägung versehen sind. Somit können Reifen, Autoteile oder ganze Autos nicht in den Zuschauer-Bereich fliegen. Es gibt auch eine Draht-Konstruktion welche die Räder mit dem Auto verbindet und sie somit am Wegfliegen hindert. Ein Herzstück modernster Technik ist in Spielberg das Race Control Center. Hier werden auf rund 20 Bildschirmen die Aufnahmen der zahlreichen Kameras entlang der Strecke gesichtet. Es ist möglich, den gesamten Kurs einzusehen. Nicht mehr wegzudenken sind auch die verpflichtende Anwesenheit von Hubschraubern, sowie ein Krankenhaus mit Not-Operationsmöglichkeit an Ort und Stelle. Verbesserungen im Bereich Sicherheit können nur im Kollektiv entschieden werden. In den diversen Gremien befinden sich sowohl Hersteller als auch Gutachter sowie Vertreter der Landesverbände.

      Neben dem Sicherheitsdenken haben sich auch die Fahrertypen verändert: Aus den Gladiatoren von einst sind mehr und mehr “Taktik-Tüftler” geworden. Wegen des minimierten Risikos und den neuen Fahrertypen verliere die Formel 1 an Attraktivität, so Schreiner. In den 1970er Jahren ist es dem britischen Manager Bernie Ecclestone gelungen, die Königsklasse des Motorsports an die Spitze zu bringen. Den Zuschauer-Schwund der letzten Jahre konnte Ecclestone allerdings nicht verhindern. Auch die aktuelle Vermarktungsfirma Liberty Media habe noch kein Rezept gegen die nachlassende Attraktivität gefunden.

      “Formel E kann Formel 1 nicht überholen”

      In der Formel E stehen noch weniger die Fahrer als Gladiatoren im Mittelpunkt, denn auch Fans können ins Renn-Geschehen eingreifen. Laut Schreiner nehme die elektronische Rennformel eine wichtige Rolle in der Weiterentwicklung von E-Autos ein. Der Zivilingenieur geht davon aus, dass in den nächsten Jahren, in punkto Attraktivität, keine Parallelformel die Formel 1 verdrängen kann. Das sehe man alleine schon an den Zuschauerzahlen. Welcher Antriebsstrang nun das Rennen in der Zukunft machen wird, ist noch lange nicht entschieden, schätzt Schreiner. Auch wenn Verbrennungsmotoren aufgrund des Umweltgedankens rückläufig sind, habe die Formel 1 noch immer ihre Berechtigung. War es zu Beginn der Formel 1 der reine Enthusiasmus, der Konstrukteure und Fahrer Kopf und Kragen riskieren ließ, so können heute durchwegs viele Erkenntnisse für den Personenkraftwagen genutzt werden.

      Steht nun die Technik im Vordergrund der Formel 1, waren es noch bis in die 1990er Jahre eher die Fahrer, die von den Fans unter anderem aufgrund der körperlichen Anstrengung zu Helden wurden. Immer wieder kam es vor, dass sie völlig erschöpft vom Siegertreppchen stürzten. Ein aktueller Formel 1-Fahrer müsse dafür konzentrierter sein als damals, weil er mehr geistige Aufgaben zu bewältigen habe, erklärt Schreiner. Der Reiz am Piloten geht allerdings mehr und mehr verloren. Wenn heutige Fahrer aussteigen, sind sie nicht verschwitzt. Im Grunde sieht man es ihnen nicht an, dass sie eineinhalb Stunden unter vollster Anspannung ihre Runden gedreht haben.

      Auch die Möglichkeiten, in die Formel 1 zu kommen, haben sich verändert. Heute ist hauptsächlich das Sponsor-Geld entscheidend, mit dem sich ein junges Talent von anderen abheben kann. Um wieder mehr Fahrern eine Chance zu geben, wurde von der FIA eine Stiftung gegründet. Bereits anfangs der 1990er Jahre, als Schreiners Söhne Christian und Michael im Kartsport mit späteren Formel 1-Größen wie Fernando Alonso oder Lewis Hamilton gefahren sind, standen sie vor der Entscheidung, ob sie in die Königsklasse des Motorsports kommen wollen. Sie entschieden sich für eine risiko-ärmere Berufs-Laufbahn, in der sie auch erfolgreich wurden.

      Schreiner selbst war ab 1972 30 Jahre lang als Fahrer im Rennsport tätig. Seine Karriere begann in Italien, wo er studierte und danach Schritt für Schritt die Rennsport-Stufenleiter hinaufgestiegen war. Mitte der 1990er Jahre, kurz vor Beendigung seiner aktiven Rennfahrerlaufbahn, wurde Schreiner Fahrervertreter und fand dadurch den Weg zur FIA. Besonders engagierte sich Schreiner für die Sicherheit im Kartsport, denn hier legen bereits Kinder den Grundstein ihrer Karriere, betont der Zivilingenieur. Fasziniert am Motorsport hat den Linzer neben der Technik vor allem die Geschwindigkeit. Der Gefahr, der sich ein Motorsportler aussetzen muss, war sich Schreiner stets bewusst, sagt er.

      (Peter Pohn)

      Foto-Quelle: GETTY



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    • 10 Juli 2020
      00:25:04
      Die Geschichte hinter seinem Hit "Superstar", die Schmerzen nach dem Workout mit Model Pamela Reif und die exklusive Premiere neuer Musik - darüber spricht Dominik Koislmeyer mit David Puentez in der ersten Podcast-Folge.


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