"Vordergründig – Hintergründig

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    Vordergründig – Hintergründig

    • Das neue Wödmasta-Album „Wann di da Teifl reit“ ist auf CD erschienen. „Eine Langspielplatte auf Vinyl wäre schlicht und ergreifend zu teuer gewesen“, erklärt  Roland. Selbst eine CD sei ja mittlerweile ein Hobby. Einen CD-Player habe ja kaum noch wer.

      Von Alltagsbeobachtungen bis zu Glücksmomenten 

      Die Wödmasta singen über Alltagsbeobachtungen. “I Geh” zum Beispiel ist ein Song über offene  Beziehungen, erklärt Roland. Musikalisch sei „I geh“ eigentlich ein typischer Wödmasta-Song gewesen, bis zu dem Zeitpunkt als die Band, also das „Wunderteam“ dazugekommen ist. Schlagzeuger Wolfgang Luckner hat dann den Schwung in die Produktion gebracht. „Regenbogen“ ist die Single-Auskopplung für den Frühling. Beschrieben werden Glücksmomente an Tagen, wo praktisch alles funktioniert.

      „Wödmasta“ können auch verlieren

      Mit „Valiera dieser Wöd“ und „Die söbn Stern“ widmen sich die Wödmasta Menschen mit harten Schicksalen. „In unserer Leistungsgesellschaft ist der zweite schon der erste Verlierer“, meint Roland. „Die Söbn Stern“ ist die erste Single-Auskopplung aus dem Album. Hier wird das Thema „Verlieren“ auf nachdenkliche Weise besungen. Die Wödmasta sind sich eben der Gnade ihrer Geburt in einem reichen Land vollkommen bewusst. Auf sozial Schwächere dürfe daher niemals vergessen werden, so Didi.

       „A Mensch möcht i bleibn“

      Die „Wödmasta“ covern Wolfgang Ambros: Ursprünglich sollte Ambros auch als Sänger bei der Neuaufnahme mitwirken, erinnert sich Roland. Einst war „A Mensch möcht i bleibn“, das Original hat Wolfgang Ambros 1973 veröffentlicht,  auch eines der Lieblingslieder von Rolands Großmutter, erinnert sich der „Wödmasta“. Die führenden österreichischen Singer/Songwriter der 1970er Jahre, also Wolfgang Ambros und Georg Danzer waren für die heutigen „Wödmasta“ zu Beginn der 1980er Jahre relativ out. Als Pubertierende in den frühen 1980er Jahren entdecken Roli und Didi den Punk für sich und auch die aufkommende neue deutsche Welle. Später lernten sie aber die Qualität jener Musiker und Texter zu schätzen.

      Fixsterne der österreichischen Musikbranche

      Roland Vogl und Dietmar Baumgartner sind schon lange in der österreichischen Musikszene vertreten. In den 1990er Jahren schaffte es Roland mit seiner Grunge-Band „Ballyhoo“ auf die Playlist von MTV und spielt heute mit Wolfgang Ambros. Didi tourte mit Peter Cornelius und Alkbottle. 2016 trafen sich die beiden im Ernst Happel Stadion und beschlossen spontan, „Wödmasta“ zu werden.

      Erfahrene Singer/Songwriter 

      Roland und Didi sind erfahrene Singer/Songwriter. Die Produktion der Titel durchläuft mehrere Phasen. Meist entwickelt Roland einen Song und nimmt ihn als Demo auf. Dann wird das neue Lied an Didi weitergeleitet. In der dritten Phase kommt die Band dazu, also Bassist Mischa Krausz und Wolfgang Luckner am Schlagzeug. Es werden dann bis zu vier neue Nummern am Stück für die diversen Instrumente arrangiert und gleich aufgenommen. Welche Titel aufs Album kommen, entscheiden die „Wödmasta“ gemeinsam.

      Blick in die Halbwelt und Balkon-Konzerte

      Die „Wödmasta“ lassen sich in keine Schiene pressen. Der Musikstil reicht von poppigen Songs bis hin zu Rock. In den Texten werden vorwiegend Alltagsbeobachtungen beschrieben, die auch mal hinunter in die Halbwelt reichen.  Im ersten Covid 19-Lockdown Mitte März 2020 haben zahlreiche österreichische Musik-Acts Balkon-Konzerte gestartet oder in die sozialen Medien Videoclips gestellt. Roland und Didi waren in dieser Phase besonders fleißig. Bis heute sind es 72 Videos, die entstanden sind. Meist sind es Covers bekannter internationaler Hits. Auf der Bühne werden Geschichten erzählt. Roland und Didi pflegen die Doppel-Conference. Als Kabarettisten würden sich die Wödmasta aber nicht bezeichnen.

      Singles und Album-Präsentation  

      Präsentiert wird das Album „Wann di da Teifl reit“ am 23. April in Wien und zwar im Eventlocal Kronberger´s im 10. Bezirk, Oberlaaer Straße 42. Beginn ist um 17h. Insgesamt sollen vier Titel des neuen Albums „Wann di da Teifl reit“ als Singles mit dazugehörigem Video erscheinen. Im Laufe des Jahres werden Roland und Didi das Album auch live in den diversen Landeshauptstädten und in Deutschland präsentieren.

      Die Wödmasta-Homepage: www.diewoedmasta.com

      Foto: Herwig Peuker

    • Birgit Denk und Alex Horstmann, die beiden Masterminds der Gruppe Denk werden am 22. Oktober 2021, 19h30 im Wiener Stadtsaal ihr bereits 9. Album „Album mit Musik“ präsentieren. Laut Pressetext wäre das neue Album ja gar nicht für Herbst 2021 geplant gewesen, die Lockdowns haben ihre Kreativität aber scheinbar angeregt.

      Song-Fragmente wurden hin- und hergeschickt, immer weiter geschrieben, bis schließlich 14 neue Titel fertig waren. Großteils sind sie autobiografisch, was ja eher untypisch für die Gruppe Denk ist. Gesungen wird auch über Themen, die in der letzten Zeit, in der man viel Zeit zum Nachdenken hatte, viele betroffen haben: der Wunsch nach Unternehmungen, Beziehungen oder Selbstreflektion.

      Es ist ein Album so wie früher, als Langspielplatten gekauft wurden und sich Fans zuerst die A- und dann die B-Seite angehört haben, also ohne Überspringen eines Titels. Wäre auch schade, denn jeder einzelne Titel ist ein Anspieltipp. Musikalisch setzt Denk auf den Sound ihrer Jugend, die 80er.

      Homepage: www.bdenk.at

      (Peter Pohn)

    • Birgit Denk und Alex Horstmann, die beiden Masterminds der Gruppe Denk werden am 22. Oktober 2021, 19h30 im Wiener Stadtsaal ihr bereits 9. Album „Album mit Musik“ präsentieren. Laut Pressetext wäre das neue Album ja gar nicht für Herbst 2021 geplant gewesen, die Lockdowns haben ihre Kreativität aber scheinbar angeregt.

      Song-Fragmente wurden hin- und hergeschickt, immer weiter geschrieben, bis schließlich 14 neue Titel fertig waren. Großteils sind sie autobiografisch, was ja eher untypisch für die Gruppe Denk ist. Gesungen wird auch über Themen, die in der letzten Zeit, in der man viel Zeit zum Nachdenken hatte, viele betroffen haben: der Wunsch nach Unternehmungen, Beziehungen oder Selbstreflektion.

      Es ist ein Album so wie früher, als Langspielplatten gekauft wurden und sich Fans zuerst die A- und dann die B-Seite angehört haben, also ohne Überspringen eines Titels. Wäre auch schade, denn jeder einzelne Titel ist ein Anspieltipp. Musikalisch setzt Denk auf den Sound ihrer Jugend, die 80er.

      Homepage: www.bdenk.at

      (Peter Pohn)

    • Mit Udo Huber, Rudi Nemeczek, Klaus Prünster und der Linzer Kultband Superfeucht blicken wir auf die 80er Jahre und Superstar Falco zurück. Die Interviews entstanden während des ersten 80s-Revival 2017 am Linzer Pfarrplatz, organisiert von der Linzer Kultband Superfeucht. In den 80er Jahren hatte die Band einige große Hits: Mit „Jetzt oder nie“ oder „Der erste Schritt“ waren sie mehrere Wochen in den Ö3-Charts. 1985 spielte Superfeucht im Vorprogramm von Falcos Europatournee „Amadeus“.

      Am 28. August 2021 startet ab 16h eine weitere Ausgabe der AK Summer Stage im Rahmen der Linzer Eisenbahnbrücken-Eröffnung.

      Gemeinsam mit Superfeucht spielen auch Spliff, Afro Bakuba, Dance Like A Poet, G.O.D. und DJ Wot. Durch die musikalische Zeitreise in die 80s führt ab 16h Mat Schuh. Das Rahmenprogramm startet bereits um 10h.

      Foto: superfeucht.at

    • Ewald Tröbinger und Martin Seimen, die beiden Masterminds der Linzer Kultband Superfeucht, haben auch im 40. Jahr ihrer Karriere noch einiges vor: Mit neuem Album „Herzmaschine“ im Gepäck und musikalischen Freunden eröffnet Superfeucht am 28. August die neue Linzer Eisenbahnbrücke.

      Album-Präsentation “Herzmaschine”

      Gemeinsam mit Superfeucht spielen im Rahmen der Eröffnung der neuen Linzer Eisenbahnbrücke auch Spliff, Afro Bakuba, Dance Like A Poet, G.O.D. und DJ Wot. Durch die musikalische Zeitreise in die 80s führt ab 16h Mat Schuh. Das Rahmenprogramm startet bereits um 10h.

      Um die Chance, das Album auf der neuen Eisenbahnbrücke präsentieren zu können, haben Ewald und Martin hart gekämpft. Seit 2017 findet am Linzer Pfarrplatz, wenn es nicht Pandemie-bedingt abgesagt werden muss, immer Ende August  das AK Summerstage Open Air mit nationalen Top-Acts aus den 80ern statt. Nun wurden die beiden Veranstaltungen, also Brückeneröffnung und 80s Revival, kurzerhand zusammengelegt. Headliner beim Brücken Opener wird die ehemalige Nina Hagen-Band Spliff aus Berlin sein.

      25 Musiker für 14 Titel

      „Herzmaschine“ schätzen Ewald und Martin als sehr persönliches Album, wenn nicht gar als Lebenswerk, ein. Insgesamt sind es 25 Musiker, die im Booklet des Albums „Herzmaschine“ angegeben sind. Die 14 Titel, Covers, Superfeucht-Hits und brandneue Songs  wurden also mit großem Aufwand produziert. Potsch Potschka, Gründer der legendären NDW-Band Spliff hat Ewald und Martin bei der Produktion einiger neuer Titel musikalisch kräftig unter die Arme gegriffen. Auf einigen Nummern wie „Heut´ Nacht“ griff er zur Gitarre.

      „Heut´ Nacht“ wird auch die Single sein, die Superfeucht aus dem neuen Album auskoppeln wird. Für die neuen Superfeucht-Songs haben Ewald und Martin originelle Titel gewählt. Die Geschichten dahinter sind durch wahre Begebenheiten inspiriert, sagt Martin. Der Titel „Kumda“ zum Beispiel handelt von einem Typen, der sich wegen eines Hangovers verspätet. Und den Titelsong „Herzmaschine“ hat Harry Zuschrader von Eela Craig komponiert. Der Text stammt von Fritz Weismann-Rubanovits. Es ist ein rockiger Titel im Stil von Rammstein. Der Song komme vom Herzen und sei daher ein super Albumtitel, erklärt Martin.

      Neue Deutsche Welle

      Im Gründungsjahr von Superfeucht, also 1981, brodelt es gewaltig in der heimischen Musikszene. Falco bricht mit „Ganz Wien“ zu seinem Höhenflug auf und in Linz ist Willi Warma mit „Stahlstadtkinder“ in aller Munde. Nicht zu vergessen, eine weitere Kultband aus Linz: The Mollies. Ewald und Martin sind mit ihrem Band-Projekt „Superfeucht“ etwas später dran. Auslöser ist die Neue Deutsche Welle, die auch junge Musiker aus Österreich beeindruckt und sie motiviert, hochdeutsch zu singen. Anfang der 80er Jahre dominieren ja noch die im Dialekt singenden Liedermacher die österreichische Musikszene. Die Songs der Neuen Deutschen Welle bestechen durch Wortspiele und lustige Texte. Wohl eine Antwort auf die angespannte politische Lage in jenen Jahren, vermutet Martin. Es ist die Zeit des Kalten Kriegs.

      “Jetzt oder Nie” 

      Bereits in den Anfangs-Jahren der Band entwickelt sich Ewald zum hartnäckigen Manager. Er glaubt an den Erfolg von „Superfeucht“ ohne Wenn und Aber und fasst den Entschluss, eine Schallplatte zu produzieren. Demoaufnahmen dafür entstehen im Domino Studio in Braunau. Aufgenommen werden auch bereits die ersten Hits „Erdbeeren“ und die spätere Superfeucht-Hymne „Jetzt oder Nie“. Peter Leopold, ein Musikjournalist aus Wien, stellt dann den Kontakt zu Wilfried her, damals schon ein großer Star in Österreich, der Mitte der 80er Jahre erster Superfeucht-Produzent wird. Dank Wilfried bekommt die Band auch einen Plattenvertrag. Ö3 spielt „Jetzt oder Nie“ rauf und runter.  

      Supporting-Act für Falco

      Um kein One-Hit-Wonder zu bleiben, muss der eingeschlagene Weg konsequent weitergeführt werden. Eines Tages ruft dann Markus Spiegel, Falcos damaliger Manager, bei Ewald an. Er macht ihm ein interessantes Angebot: Superfeucht wird Supporting-Act für Falcos Europatour “Amadeus”. Martin hat zu dieser Zeit die Band bereits verlassen. Wegen anderer Projekte, aber vor allem aufgrund eines Engagements beim Linzer Landestheater, ist der Keyborder ausgestiegen.

      Währenddessen macht Ewald als Supporting-Act für Falco die Erfahrung seines Lebens. Auftritte im Rahmen der Europatournee „Amadeus“ werden für ihn zur musikalischen Meisterprüfung, erzählt er. Kurz nach der Tournee bekommt Ewald gesundheitliche Probleme. Um wieder fit zu werden, wendet er sich der Marathon-Szene zu und interessiert sich für die Arbeit eines Eventmanagers.

      Nach der Zeit mit Falco folgt noch der Hit „Der erste Schritt“. Dann wird es gegen Ende der 80er Jahre ruhig um Superfeucht. Österreichische Medien legen mit Beginn der 90er auf heimische Musiker immer weniger Wert. Es trifft auch Superfeucht und Ewald muss sein Herzensprojekt auf Eis legen.

      Reunion von Superfeucht

      Nach dem Hype um Superfeucht baut Ewald als Eventmanager den Linz Marathon auf. Martin sieht er in dieser Zeit kaum. Sein einstiger Partner produziert in der Zwischenzeit namhafte österreichische Künstler. Im Brucknerhaus, Martin ist bei einem Klangwolken-Projekt eingebunden, laufen sich die beiden wieder über den Weg und beschließen nahtlos dort anzuknüpfen, wo sie einst aufgehört haben. 2012 wird das Album „12“ produziert und es folgen wieder Live-Auftritte.

      AK Summer Stage am Linzer Pfarrplatz

      2017 kommt es dann zur ersten Austragung der AK Summer Stage am Linzer Pfarrplatz mit „Minisex“ als Headliner. Was das Live-Programm und die Musik-Acts angeht, setzen Ewald und Martin auf ihr Erfolgsrezept: „80s forever“. Was die Superfeucht-Set-List betrifft, finden sich auch Lieder von 80s-Acts darunter, die nicht mehr leben. Ewald singt zum Beispiel „Highdelbeeren“ von Wilfried. Auch an Hansi Lang wird gedacht. Für die Superfeucht-Version von seinem Hit „Montevideo“ konnte sogar die Originalband von damals engagiert werden. Auch dieses Lied befindet sich auf dem Superfeucht-Album.

      Weiterentwicklung des Linzer 80s Revival

      2022 soll es wieder ein 80s-Revivel in Linz geben. Dann wird die Bühne wahrscheinlich an die Donau unterhalb der Sandburg wandern, erklärt Ewald. Und für 2023 ist ein riesen Event mit internationalen 80s-Musikern geplant.Ewald und Martin sind über 60 Jahre alt, aber kein bisschen leise: Wenn es nach den beiden Masterminds geht, wird es Superfeucht noch lange geben, ganz egal, ob noch einmal ein neuer Hit entsteht.

      Homepage: superfeucht.at

      (Peter Pohn)

       

       

       

    • 2020 wollte Birgit mit ihrer Band „Denk“ eigentlich das 20jährige Gründungsjubiläum feiern. Corona-bedingt konnten allerdings nur wenige Konzerte gespielt werden. 2021 soll die Tour aber weitergehen. Auch auf ORF III war sie mit ihrer Sendung „Denk mit Kultur“ zu sehen, die im Jänner 2021 bereits in ihre 7. Staffel gegangen ist. Gemeinsam mit Alex Horstmann, Bandleader der Gruppe „Denk“, spricht Birgit in dieser Sendung über ihre Karriere.

      „Hertz“

      Zum Gesang brachte Birgit ihr ehemaliger Gitarrenlehrer Roland Neuwirth, der später selbst mit seinen Extremschrammeln für Furore sorgte. Ein wichtiger Meilenstein in Birgits Musikkarriere war dann die Gründung der Band „Hertz“, mit Birgit als Sängerin. Später stieg Alex Horstmann als Bassist in die Band „Hertz“ ein. Alex hat damals auch als Backliner und Chauffeur bei Willi Resetarits gearbeitet. Beifahrer war meist Günter Brödl, der Erfinder und sogenannte Trainer des Ostbahn Kurti. Alex spielte Brödl im Autokassettenrekorder Demos der Gruppe „Hertz“ vor. Alex wird bald zum Background-Sänger in der Ostbahn-Como befördert Und Birgit glänzt als Kurtis Duett-Partnerin.

      Von „Hertz“ zu „Denk“

      2000 entwickelten Birgit und Alex ein neues Band-Konzept: Die Gruppe Denk war geboren. Texte kamen auch von Freund Günther Brödl. Die Nähe zu Ostbahn Kurti ist bis heute in Nuancen hör- und spürbar, auch wenn das Band-Projekt „Denk“ natürlich eine musikalische Eigenständigkeit entwickelt hat. Im Oktober 2000 starb Günter Brödl. In Gedenken an den Ostbahn-Kurti-Erfinder hat Alex, das Plattenlabel „Rohscheibe gegründet.
      Seit 2000 wurde „Denk“ kontinuierlich aufgebaut, ohne Hit und vergleichsweise wenig Radioeinsätzen. Doch an der Motivation, ständig weiterzumachen hat es nie gemangelt.

      „Denk mit Kultur“

      Seit 2014 ist „Denk mit Kultur“ auf ORF III zu sehen. Dabei fällt Birgit durch eine gute Vorbereitung auf, die ihr Sattelfestigkeit gibt und die Möglichkeit bringt, ihre Gäste „unkonventionell“ zu fragen.
      Alex sorgt bei „Denk mit Kultur“ mit seinen Band-Kollegen für den Soundtrack der Sendung. Dank „Denk mit Kultur“ hat sich Birgits Popularität stark verstärkt. Dennoch ist es noch immer schwer, in ganz Österreich zu touren.

      Musikalische Sozialisation

      Birgit und Alex wurden musikalisch ab den 1970er Jahren sozialisiert. Damals war „Austropop“ en vogue. Mittels Protestsongs wurde der Jugend ein Sprachrohr gegeben. Viele Texte hatten sowohl für die Interpreten als auch für den Hörer eine Art therapeutische Wirkung und die transportierten Geschichten sind zeitlos. Ähnliches gilt für Birgits Text „Rannersdorf“.

      50. Geburtstag

      Im Mai 2021 wird Birgit in den Club der 50er eintreten. Lebenserfahrung hat sie zu Hauf gesammelt, in einigen Texten gibt die Sängerin auch kleine Anleitungen für ein glückliches Leben. Konkrete Vorstellungen zur Geburtstagsfeier gibt es noch keine. Gearbeitet wird allerdings an einem Konzert mit Freunden.

      Homepage: www.denk.at.
      Foto: Carina Antl

      (Peter Pohn)

    • In dieser Ausgabe begeben wir uns mit dem Autor, Sänger, Kabarettisten aber vor allem Texter vieler Wolfgang Ambros-Hits, Joesi Prokopetz, auf eine Zeitreise durch die 1970er und 1980er Jahre, in denen Joesi mit verschiedenen Kollegen Meilensteine der deutschsprachigen Pop-Musik gesetzt hat.

      Kennenlernen in der graphischen Lehr- und Versuchsanstalt 

      Ende der 1960er Jahre lernt sich das kommende Kreativ-Duo in der „graphischen Lehr- und Versuchsanstalt“ kennen. Prokopetz und Ambros sind Klassenkollegen. Ab Beginn der 1970er Jahre arbeiten sie dann intensiv zusammen. Der eine textet, der andere komponiert, spielt Gitarre und singt. Das Kreativ-Duo hat sich in jenen Jahren dem Wiener Dialekt als besondere Ausdrucksform verschrieben. „Da Hofa“, Wolfgang Ambros erste Single aus 1971, wird in Österreich auf Anhieb Nummer 1. Prokopetz hat den Text geschrieben und Ambros die Musik dazu komponiert. „Da Hofa“ ist also der erste Höhepunkt in der Zusammenarbeit der damals 19-Jährigen und gleichzeitig der sogenannte Urknall in der Österreichischen Popszene.

      Der Durchbruch

      Nach weiteren Projekten, wie den Konzeptalben „Fäustling“ sowie „Der Watzmann ruft“ oder der Single „Tagwache“, bahnt sich nach Österreich schön langsam auch in Deutschland für Wolfgang Ambros der Durchbruch an. Doch zuvor, also 1975, wird noch der 100. Geburtstag des Wiener Zentralfriedhofs gefeiert. Joesi Prokopetz nimmt diese, für ihn ungewöhnliche Feier, zum Anlass, darüber zu schreiben. Joesi hat also wieder den Text geliefert und Wolfgang daraus ein Lied komponiert, und zwar ein höchst erfolgreiches, wie sich über die Jahre herausstellt. Doch großen Anteil am Erfolg haben vor allem auch Arrangeur Christian Kolonovits und der damalige Top-Produzent Peter Müller.

      Das Rustical „Der Watzmann ruft“, 1974 auf LP herausgebracht, haben Prokopetz und Ambros im Laufe ihrer 50jährigen Karriere immer wieder auf die Bühne gebracht, zuletzt 2016. So es die Corona-Pandemie zulässt, soll das Rustical 2021 wieder aufgeführt werden. Gespielt wird im Vergleich zum Album von 1974 eine modernisierte Version.

      Internationaler Hit mit der Gruppe DÖF   

      Nach der intensiven Zusammenarbeit mit Wolfgang Ambros gründet Joesi Prokopetz zu Beginn der 1980er Jahre gemeinsam mit Manfred Tauchen sowie Inga und Anette Humpe die Gruppe „DÖF“ („Deutsch-Österreichisches Feingefühl“). 1983 entsteht „Codo“. Mit diesem Hit werden Prokopetz-Tauchen und Gesangskollegin Annette Humpe zu Stars der Neuen Deutschen Welle und landen auf Platz 1 der Deutschen Charts, ebenso in Österreich, den Niederlanden und Belgien. Insgesamt werden 1,2 Millionen Singles verkauft.

      Vom Interpreten zum Intendanten

      Mitte der 80er Jahre steigt Joesi Prokopetz bei DÖF aus und konzentriert sich ganz auf seine Solo-Karriere. Und der Erfolg hält an. „Sind Sie Singel?“, wird Joesis größter Erfolg. In Österreich führt er mit diesem Sommerhit wochenlang die Charts an. Schritt für Schritt verabschiedet sich Prokopetz aber Ende der 1980er Jahre aus den Charts, beendet dann sein Sänger-Dasein endgültig und wird Kabarettist, Buchautor und 2015 auch Intendant der Yppsiade. Außerdem erhält Joesi den Berufstitel „Professor“. Ein kleines Sänger-Comeback gibt Joesi 2006 mit seinem Album „Das gibt es Neues“. Es handelt sich dabei um besondere Interpretationen von Evergreens des Publikumslieblings früherer Jahre, Heinz Conrads.

      Informationen zu Kabarett-Terminen, die kommende Watzmann-Tournee sowie der Yppsiade können Sie auf den Homepages www.prokopetz.at, www.wolfgangambros.at und www.ybbsiade.at nachlesen.

      (Peter Pohn)

      Foto: Gary Milano

    • In dieser Ausgabe begeben wir uns mit dem Autor, Sänger, Kabarettist aber vor allem Texter vieler Wolfgang Ambros-Hits, Joesi Prokopetz auf eine Zeitreise durch die 1970er und 1980er Jahre, in denen Joesi mit verschiedenen Kollegen Meilensteine der deutschsprachigen Pop-Musik gesetzt hat.

      Ende der 1960er Jahre lernten sich das kommende Kreativ-Duo als Klassenkollegen in der „graphischen Lehr- und Versuchsanstalt“ kennen. Ab Beginn der 1970er Jahre arbeiten sie intensiv zusammen. Der eine textet, der andere komponiert, spielt Gitarre und singt. Zu dieser Zeit kristallisiert sich in den Inhalten der Texte auch eine spezielle Haltung gegenüber der Elterngeneration heraus. Das Kreativ-Duo hat sich in jenen Jahren dem Wiener Dialekt als besondere Ausdrucksform verschrieben.

      „Da Hofa“, Wolfgang Ambros erste Single aus 1971, wird in Österreich auf Anhieb Nummer 1. Prokopetz hat den Text geschrieben und Ambros die Musik dazu komponiert. „Da Hofa“ ist also der erste Höhepunkt in der Zusammenarbeit der damals 19-Jährigen und gleichzeitig der sogenannte Urknall in der Österreichischen Popszene.

      Nach weiteren Projekten, wie den Konzeptalben „Fäustling“ sowie „der Watzmann ruft“ oder der Single „Tagwache“, bahnt sich schön langsam auch in Deutschland für Wolfgang Ambros der Durchbruch an. Doch zuvor, also 1975, wird noch der 100. Geburtstag des Wiener Zentralfriedhofs gefeiert. Joesi Prokopetz nimmt diese, für ihn ungewöhnliche Feier, zum Anlass, einen Text darüber zu schreiben. Joesi hat also wieder den Text geliefert und Wolfgang daraus ein Lied komponiert, und zwar ein höchst erfolgreiches, wie sich über die Jahre herausstellt. Doch großen Anteil am Erfolg haben vor allem auch Arrangeur Christian Kolonovits und der damalige Top-Produzent Peter Müller.

      Das Rustical „Der Watzmann ruft“, 1974 auf LP herausgebracht, haben Prokopetz und Ambros im Laufe ihrer 50jährigen Karriere immer wieder auf die Bühne gebracht, zuletzt 2016. So es die Corona-Pandemie zulässt, soll das Rustical 2021 wieder aufgeführt werden. Gespielt wird im Vergleich zum Album von 1974 eine modernisierte Version.

      Nach der intensiven Zusammenarbeit mit Wolfgang Ambros gründet Joesi Prokopetz zu Beginn der 1980er Jahre gemeinsam mit Manfred Tauchen sowie Inga und Anette Humpe die Gruppe „DÖF“. DÖF steht für „Deutsch-Österreichisches Feingefühl“. 1983 entsteht „Codo“. Mit diesem Hit werden Prokopetz-Tauchen und Gesangskollegin Annette Humpe zu Stars der Neuen Deutschen Welle. Mit „Codo“ landen DÖF auf Platz 1 der Deutschen Charts, ebenso in Österreich, den Niederlanden und Belgien. Insgesamt wurden 1,2 Millionen Singles verkauft.

      Mitte der 80er Jahre steigt Joesi Prokopetz bei DÖF aus und konzentriert sich ganz auf seine Solo-Karriere. Und der Erfolg hält an. „Sind Sie Singel?“, wird sein größter Erfolg. In Österreich führt er mit diesem Sommerhit Wochenlang die Charts an. Schritt für Schritt verabschiedet sich Prokopetz aus den Charts, beendet dann sein Sänger-Dasein endgültig und wird Kabarettist. Neben seiner Tätigkeit als Kabarettist schreibt Prokopetz Bücher und wird 2015 auch Intendant der Yppsiade. Außerdem erhält Joesi den Berufstitel „Professor“. Ein kleines Sängercomeback gibt Joesi 2006 mit seinem Album „Das gibt es Neues“. Es handelt sich dabei um besondere Interpretationen des Publikumslieblings früherer Jahre, Heinz Conrads.

      Informationen zu Kabarettterminen, die kommende Watzmann-Tournee sowie der Yppsiade können Sie auf den Homepages www.prokopetz.at, www.wolfgangambros.at und www.ybbsiade.at nachlesen.

    • 2020 wollte Birgit mit ihrer Band „Denk“ eigentlich das 20jährige Gründungsjubiläum feiern. Corona-bedingt konnten allerdings nur wenige Konzerte gespielt werden. 2021 soll die Tour aber weitergehen. Am 30. Jänner wird die Sängerin in der Spinnerei Traun auftreten. Auch auf ORF III ist sie mit ihrer Sendung „Denk mit Kultur“ zu sehen, die im Jänner 2021 bereits in ihre 7. Staffel gegangen ist. Gemeinsam mit Alex Horstmann, Bandleader der Gruppe „Denk“, spricht Birgit in dieser Sendung über ihre Karriere.

      „Hertz“

      Zum Gesang brachte Birgit ihr ehemaliger Gitarrenlehrer Roland Neuwirth, der später selbst mit seinen Extremschrammeln für Furore sorgte. Ein wichtiger Meilenstein in Birgits Musikkarriere war dann die Gründung der Band „Hertz“, mit Birgit als Sängerin. Später stieg Alex Horstmann als Bassist in die Band „Hertz“ ein. Alex hat damals auch als Backliner und Chauffeur bei Willi Resetarits gearbeitet. Beifahrer war meist Günter Brödl, der Erfinder und sogenannte Trainer des Ostbahn Kurti. Alex spielte Brödl im Autokassettenrekorder Demos der Gruppe „Hertz“ vor. Alex wird bald zum Background-Sänger in der Ostbahn-Como befördert Und Birgit glänzt als Kurtis Duett-Partnerin.

      Von „Hertz“ zu „Denk“

      2000 entwickelten Birgit und Alex ein neues Band-Konzept: Die Gruppe Denk war geboren. Texte kamen auch von Freund Günther Brödl. Die Nähe zu Ostbahn Kurti ist bis heute in Nuancen hör- und spürbar, auch wenn das Band-Projekt „Denk“ natürlich eine musikalische Eigenständigkeit entwickelt hat. Im Oktober 2000 starb Günter Brödl. In Gedenken an den Ostbahn-Kurti-Erfinder hat Alex, das Plattenlabel „Rohscheibe gegründet.
      Seit 2000 wurde „Denk“ kontinuierlich aufgebaut, ohne Hit und vergleichsweise wenig Radioeinsätzen. Doch an der Motivation, ständig weiterzumachen hat es nie gemangelt.

      „Denk mit Kultur“

      Seit 2014 ist „Denk mit Kultur“ auf ORF III zu sehen. Dabei fällt Birgit durch eine gute Vorbereitung auf, die ihr Sattelfestigkeit gibt und die Möglichkeit bringt, ihre Gäste „unkonventionell“ zu fragen.
      Alex sorgt bei „Denk mit Kultur“ mit seinen Band-Kollegen für den Soundtrack der Sendung. Dank „Denk mit Kultur“ hat sich Birgits Popularität stark verstärkt. Dennoch ist es noch immer schwer, in ganz Österreich zu touren.

      Musikalische Sozialisation

      Birgit und Alex wurden musikalisch ab den 1970er Jahren sozialisiert. Damals war „Austropop“ en vogue. Mittels Protestsongs wurde der Jugend ein Sprachrohr gegeben. Viele Texte hatten sowohl für die Interpreten als auch für den Hörer eine Art therapeutische Wirkung und die transportierten Geschichten sind zeitlos. Ähnliches gilt für Birgits Text „Rannersdorf“.

      50. Geburtstag

      Im Mai 2021 wird Birgit in den Club der 50er eintreten. Lebenserfahrung hat sie zu Hauf gesammelt, in einigen Texten gibt die Sängerin auch kleine Anleitungen für ein glückliches Leben. Konkrete Vorstellungen zur Geburtstagsfeier gibt es noch keine. Gearbeitet wird allerdings an einem Konzert mit Freunden.

      Homepage: www.denk.at.
      Foto: Carina Antl

      (Peter Pohn)

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    Vordergründig – Hintergründig
    Peter Pohn präsentiert im Rahmen der Porträtreihe „Vordergründig-Hintergründig“ Personen, die eine besondere Eigenschaft besitzen oder ein besonderes Hobby betreiben. In Bezug auf prominente Künstler soll verstärkt das Werk betrachtet bzw. hinterfragt und auf vielleicht weniger bekannte Facetten hingewiesen werden. Bei Sportlern wird verstärkt der Umgang mit Niederlagen, Motivationsproblemen, immer wieder ans Limit gehen zu müssen bzw. Durchhaltevermögen thematisiert.
    Bei dieser Podcast-Serie handelt es sich um einen externen Inhalt. Diese Podcast-Serie ist kein offizielles Produkt von meinpodcast.de. Äußerungen der Gesprächspartner und Moderatoren geben deren eigene Auffassungen wieder. meinpodcast.de macht sich Äußerungen von Gesprächspartnern in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.
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