"Elbphilharmonie Talk

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    Elbphilharmonie Talk

    • »Das Orchester ist der schönste Anachronismus unserer Zeit«, sagt Dieter Ammann, der Schweizer Komponist, dessen für groß besetztes Orchester geschriebenes Triptychon »Core / Turn / Boost« beim Festival »Elbphilharmonie Visons« im Februar 2023 erstmals in Hamburg aufgeführt wird. Was ist das für ein Mann, der eine derart dichte, ja, massive Musik schreibt, für die sich Pierre Boulez ebenso begeistert hat wie es Wolfgang Rihm tut, und vor allem: das Publikum?  
       
      Im Gespräch für den »Elbphilharmonie Talk«, aufgenommen in seinem Wohnzimmer in Zofingen, Kanton Aargau, erzählt Dieter Ammann vom ziemlich freien Musikmachen als Kind und wie das aktive, gestaltende Hören, das er viel besser beherrscht als das Notenlesen, seinen Werdegang geprägt hat und sein Verständnis von Musik bis heute bestimmt. Ammann spricht über die Mühen des Komponierens, seine Neigung zum Motorischen, zum Drive, auch über die Genauigkeit, ohne die Expressivität in der Kunst nicht zu haben ist.  

      Man erfährt im Gespräch mit ihm viel über den künstlerischen Prozess, über Freundschaft, über das Wesen der Musik. Seine Frau Jolanda ist übrigens eine Prophetin. Sie wusste schon viel früher als er, dass die Musik von Dieter Ammann eines nicht allzu fernen Tages im Großen Saal der Elbphilharmonie aufgeführt werden würde. 

    • Aufgewachsen in Tirol, sog Larcher als heranwachsender Pianist die Klänge von Mozart, Bach und Schubert in sich auf, später faszinierten ihn Freigeister des Jazz wie Ornette Coleman und Gil Evans. In seiner eigenen Musik liegen die Extreme stets nah beieinander: Rasende Läufe, meditative Akkordflächen und experimentelle Spieltechniken sollen den Hörer »in eine andere Umlaufbahn schicken«. Im »Elbphilharmonie Talk« spricht der österreichische Komponist über seinen Werdegang und die ersten Komponierversuche. Außerdem erzählt er, warum er sich als »Motherboard« versteht, was seine Musik mit Natur zu tun hat und was ihn zu seinem Werk »The Living Mountain« inspiriert hat.
       
      Diese Folge des »Elbphilharmonie Talk« wurde am 12. Dezember 2022 im Rahmen eines Konzerts live vor Publikum aufgezeichnet. 

    •  *In English Language* 
      Mit 17 Jahren gewann Jess Gillam als erste Saxofonistin den Wettbewerb BBC Young Musician of the Year; zwei Jahre später mischte sie als »unbestrittenes Highlight« (BBC) die prestigeträchtige Last Night of the Proms auf. Mittlerweile moderiert sie ihre eigene Radioshow auf BBC Radio 3 und spielt Konzerte überall auf der Welt. Daher verwundert es wenig, dass sie auch mit unter den »Rising Stars« ist, ein Programm, in dem die großen europäischen Konzerthäuser jedes Jahr die spannendsten Nachwuchskünstler des Kontinents auswählen. Man könnte sagen, die junge Saxofonistin ist eine Musikerin auf der Überholspur. Warum es trotzdem wichtig ist, sich Zeit für Projekte zu lassen, und im Leben und der Karriere auch mal innezuhalten, darüber spricht sie im »Elbphilharmonie Talk«. Außerdem erzählt sie, worin für sie die Schönheit in der Musik liegt und wie wichtig ihr als Musikerin die Authentizität ist. 

    • *In English Language*
      Endlos breite Straßen, endlos viele Autos, endlose Weite, bebaut und unbebaut: Hier erschien plötzlich alles larger than life. Es war schon ein gehöriger Kulturschock, als Paavo Järvi mit 17 Jahren und keinem Wort Englisch auf der Zunge von seiner beschaulichen Heimatstadt Tallinn in Estland mit der Familie nach New Jersey in die USA übersiedelte. Paavo Järvis Vater Neeme Järvi ist eine estnische Dirigentenlegende mit Wohnsitz USA, der neun Jahre jüngere Bruder Kristjan Järvi mischt ebenfalls von den USA aus die Klassik-Szene auf. Und Paavo Järvi wählte nach einer rigorosen Dirigentenausbildung am Curtis Institute of Music in Philadelphia dann doch Europa zu seinem Lebens- und Arbeitsmittelpunkt – ungeachtet einer langjährigen Chefdirigenten-Position in Cincinnati. 

      Im »Elbphilharmonie Talk« spricht Paavo Järvi über seine tränenreichen Anfänge in der Dirigentenausbildung in den USA, die spannenden Unterschiede in der Akustik zwischen der Tonhalle und der Elbphilharmonie und worin für ihn die Gemeinsamkeit zwischen Bruckner, Messiaen und Pärt besteht.  Er erklärt, warum die Hälfte aller Dirigenten nicht dirigieren kann und welchen unschätzbaren Vorteil einer hat, bei dem der Mentor für die eigene Pult-Karriere in der Familie liegt. Außerdem bekennt er sich zum Hedonismus und findet, dass er sich mit seinen beinahe 60 Jahren viel besser fühlt als 2012, als er 50 wurde. Und Järvi räumt das Vorurteil aus dem Weg, kein Dirigent könne gleich gut Mahler und Bruckner dirigieren. Zumindest probiert er es.

    • *In English Language*
      Der Organist Wayne Marshall über seinen allerersten Akkord auf einer Kirchenorgel und seine Vorliebe für Earth, Wind and Fire, Stevie Wonder und die Musik des Österreichers Franz Schmidt.

    • Punk und Prosa: Die Hamburger Musiker sprechen über den Geist der Neunziger Jahre und ihren Roman »Vorglühen«.

      Tocotronic, Herrenmagazin, das Bierbeben: So heißen die Bands der Hamburger Musiker Jan Müller und Rasmus Engler. Der Bassist und der Schlagzeuger sind Originale der hiesigen Indie-, Rock- und Punkszene und seit Jahrzehnten befreundet. Nun haben sie zusammen ein Buch geschrieben: »Vorglühen« ist ein anarchischer Coming-of-Age-Roman über die Neunziger, die Freiheit und den Sinn des Lebens. Im Elbphilharmonie Talk plaudern die beiden über den Reiz des kollektiven Schreibens, den Charme Sankt Paulis und eine besondere Gitarre namens »Herr im Frack«.

    • »Ich habe Heinrich Heine mit Facetime angerufen und sagte: Ich soll jetzt einen Heine-Abend in der Elbphilharmonie machen, finden Sie das nicht ein bisschen zu groß? Ja, sagte der, das ist natürlich unangemessen groß. Dann fangen Sie doch mit meinem allerkleinsten Lied an!« Wolf Biermann ist Liederdichter, zumindest schreibt er Lieder und dichtet dazu. Mit Heinrich Heine verbindet ihn von frühester Kindheit an eine innige Beziehung, immer wieder hat er ihn zu seinen Werken inspiriert. Kein Wunder, denn wie der große Heine hat auch Biermann sein Leben lang mit Deutschland gerungen, erst im Osten, später im Westen, und mit der deutschen Geschichte sowieso. In diesem Podcast spricht Biermann über seine eigene Geschichte, seinen Abend in der Elbphilharmonie, unterhält sich mit Heine und singt zwischendurch auch noch. Unbedingt hörenswert! 

    • Er wird gern »Ur-Vater des deutschen Rock« genannt: Achim Reichel lief in seiner 60-jährigen Bühnenkarriere nie Moden hinterher, sondern folgte immer seinem Gefühl, seinen vielen Interessen. In den Sechzigern feierte er als Frontmann von The Rattles Erfolge, ging mit der Band auf gemeinsame Tournee mit den Beatles und den Rolling Stones. In den Siebzigern wurde er zum Vorreiter des Krautrocks, veröffentlichte Shantys und Seefahrersongs – und 1978 vertonte er Balladen, Klassiker wie Theodor Fontanes »Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland« oder Goethes »Der Zauberlehrling«.

      Die Faszination für Literatur und klassische Balladen blieb über die Jahre bestehen und führte 2002 zu einem weiteren Album, auf dem er Lyrik in Folkrockmanier vertonte (»Der Wassermann«). Im Rahmen des Festivals »Harbour Front Sounds« trägt Reichel nun einige der Balladen im Großen Saal der Elbphilharmonie vor und begleitet sich dabei selbst auf der akustischen Gitarre.

    • *In English Language*

    Elbphilharmonie Talk – der Gesprächspodcast der Elbphilharmonie

    Bei dieser Podcast-Serie handelt es sich um einen externen Inhalt. Diese Podcast-Serie ist kein offizielles Produkt von https://meinmusikpodcast.de. Äußerungen der Gesprächspartner und Moderatoren geben deren eigene Auffassungen wieder. https://meinmusikpodcast.de macht sich Äußerungen von Gesprächspartnern in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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