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    Vordergründig – Hintergründig

    Als Prokopetz mit Ambros für den Urknall sorgte

    13. März 2021

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    In dieser Ausgabe begeben wir uns mit dem Autor, Sänger, Kabarettist aber vor allem Texter vieler Wolfgang Ambros-Hits, Joesi Prokopetz auf eine Zeitreise durch die 1970er und 1980er Jahre, in denen Joesi mit verschiedenen Kollegen Meilensteine der deutschsprachigen Pop-Musik gesetzt hat.


    Ende der 1960er Jahre lernten sich das kommende Kreativ-Duo als Klassenkollegen in der „graphischen Lehr- und Versuchsanstalt“ kennen. Ab Beginn der 1970er Jahre arbeiten sie intensiv zusammen. Der eine textet, der andere komponiert, spielt Gitarre und singt. Zu dieser Zeit kristallisiert sich in den Inhalten der Texte auch eine spezielle Haltung gegenüber der Elterngeneration heraus. Das Kreativ-Duo hat sich in jenen Jahren dem Wiener Dialekt als besondere Ausdrucksform verschrieben.


    „Da Hofa“, Wolfgang Ambros erste Single aus 1971, wird in Österreich auf Anhieb Nummer 1. Prokopetz hat den Text geschrieben und Ambros die Musik dazu komponiert. „Da Hofa“ ist also der erste Höhepunkt in der Zusammenarbeit der damals 19-Jährigen und gleichzeitig der sogenannte Urknall in der Österreichischen Popszene.


    Nach weiteren Projekten, wie den Konzeptalben „Fäustling“ sowie „der Watzmann ruft“ oder der Single „Tagwache“, bahnt sich schön langsam auch in Deutschland für Wolfgang Ambros der Durchbruch an. Doch zuvor, also 1975, wird noch der 100. Geburtstag des Wiener Zentralfriedhofs gefeiert. Joesi Prokopetz nimmt diese, für ihn ungewöhnliche Feier, zum Anlass, einen Text darüber zu schreiben. Joesi hat also wieder den Text geliefert und Wolfgang daraus ein Lied komponiert, und zwar ein höchst erfolgreiches, wie sich über die Jahre herausstellt. Doch großen Anteil am Erfolg haben vor allem auch Arrangeur Christian Kolonovits und der damalige Top-Produzent Peter Müller.


    Das Rustical „Der Watzmann ruft“, 1974 auf LP herausgebracht, haben Prokopetz und Ambros im Laufe ihrer 50jährigen Karriere immer wieder auf die Bühne gebracht, zuletzt 2016. So es die Corona-Pandemie zulässt, soll das Rustical 2021 wieder aufgeführt werden. Gespielt wird im Vergleich zum Album von 1974 eine modernisierte Version.


    Nach der intensiven Zusammenarbeit mit Wolfgang Ambros gründet Joesi Prokopetz zu Beginn der 1980er Jahre gemeinsam mit Manfred Tauchen sowie Inga und Anette Humpe die Gruppe „DÖF“. DÖF steht für „Deutsch-Österreichisches Feingefühl“. 1983 entsteht „Codo“. Mit diesem Hit werden Prokopetz-Tauchen und Gesangskollegin Annette Humpe zu Stars der Neuen Deutschen Welle. Mit „Codo“ landen DÖF auf Platz 1 der Deutschen Charts, ebenso in Österreich, den Niederlanden und Belgien. Insgesamt wurden 1,2 Millionen Singles verkauft.


    Mitte der 80er Jahre steigt Joesi Prokopetz bei DÖF aus und konzentriert sich ganz auf seine Solo-Karriere. Und der Erfolg hält an. „Sind Sie Singel?“, wird sein größter Erfolg. In Österreich führt er mit diesem Sommerhit Wochenlang die Charts an. Schritt für Schritt verabschiedet sich Prokopetz aus den Charts, beendet dann sein Sänger-Dasein endgültig und wird Kabarettist. Neben seiner Tätigkeit als Kabarettist schreibt Prokopetz Bücher und wird 2015 auch Intendant der Yppsiade. Außerdem erhält Joesi den Berufstitel „Professor“. Ein kleines Sängercomeback gibt Joesi 2006 mit seinem Album „Das gibt es Neues“. Es handelt sich dabei um besondere Interpretationen des Publikumslieblings früherer Jahre, Heinz Conrads.


    Informationen zu Kabarettterminen, die kommende Watzmann-Tournee sowie der Yppsiade können Sie auf den Homepages www.prokopetz.at, www.wolfgangambros.at und www.ybbsiade.at nachlesen.




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